Karls-Gymnasium Stuttgart
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Archiv für die Kategorie: Medienspiegel

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Das KG hat eine neue Schulleitung: Frau Kieß

12. Oktober 2026
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https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2026/10/Ernennung-Kiess.jpg 421 748 Frau Wacker https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png Frau Wacker2026-10-12 16:47:282026-10-20 19:42:42Das KG hat eine neue Schulleitung: Frau Kieß

Infos Schnupper-Römertag

2. Dezember 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen, liebe Eltern,

dieser Schnupper-Römertag soll am Mittwoch, den 22. 1. 2020 zwischen 8.30 Uhr und 12.30 Uhr  stattfinden.

Allgemeine Informationen zum Römertag finden Sie hier .

Leider sind dieses Jahr alle Plätze für Schulklassen schon vergeben. Es können nur noch einzelne interessierte Kinder als Einzelgäste aufgenommen werden, sofern sie von ihrer Grundschule an diesem Tag freigestellt und von einem Erwachsenen (z.B. Elternteil/Großeltern etc.) begleitet werden.

Bitte benutzen Sie für Ihre Anmeldung das Anmeldeformular für Einzelgäste für Einzelgäste!

                                                                             

https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2019/12/bild-römertag.jpg 505 414 Frau Wacker https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png Frau Wacker2019-12-02 13:54:112019-12-02 14:03:07Infos Schnupper-Römertag

„Das Gerber“ öffnet seine Tore

2. Oktober 2014

Foto-5b-Chor-Gerber-ungeschnitten

Am Dienstag, den 23. September hat gleich bei uns ums Eck das große, neue Einkaufs-Center „Das Gerber“ eröffnet.

Und so machte sich gleich ganz früh morgends unsere 5b auf den Weg, um dem Gerber ein Ständchen zu singen, und natürlich war auch – wie sich das gehört – ein bisschen Latein mit dabei…

Lied-Coriarius-celebrat-Strophe1

Lied-Coriarius-celebrat-Strophe-2-3

Weitere Fotos wurden von den Stuttgarter Nachrichten veröffentlich und sind auf den entsprechenden Artikelseiten zu finden:

Eröffnung des Gerber

Gerber-Eröffnung in Stuttgart

https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/10/Zeichnung-das-KG-gratuliert-dem-Gerber-geschnitten.jpg 794 1059 Frau Wacker https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png Frau Wacker2014-10-02 08:00:182014-10-08 15:50:28„Das Gerber“ öffnet seine Tore

Spendenlauf für die Vesperkirche

19. Juli 2013

Laufen statt Latein, Helfen statt Homer und Spenden statt Spartakus – wenn an diesem Freitagmorgen ab 9.00 knapp 500 Schülerinnen und Schüler durch den Stuttgarter Killesbergpark rennen, so sind sie nicht etwa auf dem Nachhauseweg oder auf dem Sprung ins Freibad, sondern unterwegs, um zu helfen. „Helfen? -Läuft!“, unter diesem Motto sammeln die Schüler des Stuttgarter Karls-Gymnasiums fleißig Spenden für jene, die Hilfe benötigen. Bei jeder gelaufenen Runde klingelt die Kasse für einen guten Zweck – die Einnahmen des Spendenlaufs kommen vollständig der Stuttgarter Vesperkirche zugute.

„Zentrale Gebote des Humanismus sind Solidarität und Nächstenliebe“, sagt Schülersprecher Marcel Schliebs, „und so haben wir nicht lange gezögert, als die Idee aufkam, die diesjährigen Projekttage einem guten Zweck zu widmen.“ Am humanistischen Karls-Gymnasium fand das Projekt bei Schülern, Eltern sowie Lehrern schnell großen Anklang, alle stehen dieser Tage mit vereinten Kräften hinter der einen Sache, für die sich alle einsetzen.

„Uns allen geht es gut“, merkt Schülersprecherin Franziska Badenhausen an, „doch leider gibt es in Stuttgart viel zu viele Menschen, die jeden Winter hungern und frieren müssen“. Knapp 800 Obdachlose, Verarmte und Bedürftige kommen Winter für Winter täglich in der Leonhardskirche zusammen, um sich bei warmem Essen und in geselliger Gemeinschaft aufzuwärmen. Für viele, die dort hinkommen, bedeutet dieser Ort jedoch weit mehr als eine reine Nahrungsquelle – die Vesperkiche ist ein eine Heimat für die Heimatlosen dieser Stadt.

Umso wichtiger ist es den Schülern des Karls-Gymnasiums deshalb, dass die Vesperkirche auch in Zukunft überleben und weiter bestehen kann. „Wir hoffen schon, mit ein wenig Glück an einem fünfstelligen Betrag kratzen zu können“, gesteht Alexander Schulz, Schüler am KG und einer der Mitinitiatoren des Projektes. Gemeinsam mit den Verbindunslehrern Doreen Herms-Abodji und Tobias Uhl arbeiten die Schüler des Gymnasiums seit Monaten daran, Spenden für das Hilfsprojekt in der Leonhardskirche zu sammeln. Dennoch geht es bei dem Spendenlauf nicht primär nur ums Geld, im Gegensatz zu einem Marathon ist es nicht das Ziel, die anderen hinter sich zu lassen. Gelaufen wird nicht gegeneinander, sondern für eine gemeinsame Sache, das macht den Geist des Projektes aus.

Wenn die Schüler des Karls-Gymnasiums am heutigen Freitag ungeduldig in ihren Startblöcken stehen, so sind sie keineswegs Laien, sondern wahre Experten, wenn es um soziale Mithilfe und Solidarität in unserer Gesellschaft geht. Dafür gesorgt hat ein spezieller Projekttag am gestrigen Donnerstag, an dem Jahrgangsstufenschüler gemeinsam mit Lehrern den jüngeren Kindern verschiedene soziale Einrichtungen und Organisationen näher gebracht haben. Von der Diakonie über Brot für die Welt und Asylbewerberheimen bis hin zum Café Strichpunkt, einer Anlaufstelle für jugendliche Prostituierte – kaum ein sozial relevantes Thema wurde in den 16 Klassen der Stuttgarter Schule ausgelassen.

Dass die diesjährigen Projekttage ein voller Erfolg sind, freut auch Dieter Elsässer, Schulleiter des Karls-Gymnasiums Stuttgart: „Es ist toll, dass sich unsere Schüler und Lehrer so engagiert für diesen guten Zweck einsetzen“, bemerkt er stolz, „denn Menschlichkeit und gegenseitige Unterstützung sind elementare Bestandteile unseres humanistischen Leitbildes.“

Wenn sich die fast 500 Schüler des Stuttgarter Gymnasiums nun heute auf ihre Runden durch den Killesbergpark machen, so stehen im Mittelpunkt nicht nur Spaß und Freude, sondern auch das Bewusstsein, durch soziales Engagement und Menschlichkeit einen kleinen Beitrag zu einer besseren Welt geleistet zu haben. Ganz im Sinne des Humanismus eben.

Stuttgarter Zeitung, Innenstadtteil vom 13. Juli 2013
https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Stuttgarter-Zeitung.jpg 1000 1000 KG https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png KG2013-07-19 08:00:262014-08-07 14:21:41Spendenlauf für die Vesperkirche

Unterricht für Überflieger

2. Dezember 2012

Ein Beitrag von SWR2 Wissen.

Hochbegabten Kindern fällt nicht alles in den Schoß. Ihre Intelligenz führt im herkömmlichen Schulbetrieb oft zu Langeweile, die sogar schlechte Noten und Lernschwierigkeiten nach sich ziehen kann. Deshalb werden sie zunehmend in speziellen Hochbegabten-Klassen unterrichtet. In Baden-Württemberg bieten inzwischen 15 Gymnasien solche Züge an. Dazu gibt es ein eigenständiges Hochbegabten-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd, einige Grundschulen mit spezieller Förderung und zahlreiche außerschulische Angebote für hochbegabte Kinder. Andere Länder wie zum Beispiel Österreich, lassen ihre hochbegabten Schülerinnen und Schüler dagegen bewusst in den Regelklassen und fördern sie dort mit besonderen Aufgaben. Doch was ist für die Betroffenen besser?

https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/08/SWR2.jpg 1000 1000 KG https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png KG2012-12-02 08:00:392014-08-06 18:11:09Unterricht für Überflieger

Das Haus des Karl

9. August 2012

„Aedificatum sub Karolo“ steht unter dem Giebel des Karls-Gymnasiums in der Tübinger Straße geschrieben. Von unten ist der Schriftzug kaum zu lesen; Beobachter müssen schon genau hinschauen. Die Widmung am Eingang bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt „Erbaut unter Karl“. Der dritte württembergische König Karl gründete das Karls-Gymnasium am 24. Mai 1881. Wert legte er dabei auf das „s“ am Ende von Karl in Karls-Gymnasium. Der König hatte seinem neuen Gymnasium den Namen nämlich nicht aus phonetischen Gründen verliehen. Im Gegensatz zu seiner Gattin Olga, die acht Jahre zuvor das Königin-Olga-Stift gegründet hatte, legte er Wert darauf, zu verstehen zu geben, dass diese Schule ihm gehört.

Vier Jahre später begnügte sich der König mit der oben genannten Inschrift, um unter dem Giebel auf den Bauherren des Gebäudes hinzuweisen. Zum Zeitpunkt der Gründung des Gymnasiums gab es das Gebäude noch nicht, dieses wurde erst vier Jahre später, am 15. Oktober 1885, feierlich eingeweiht. „Man behalf sich bis dahin solange noch mit anderen Gebäuden“, weiß der heutige Schulleiter Dieter Elsässer.

Das zweite humanistische Gymnasium Stuttgarts
Die Schule hat deshalb gewissermaßen zwei Gründungsdaten. Bis zur Gründung gab es in Stuttgart nur ein einziges humanistisches Gymnasium: das im Jahre 1686 eingeweihte Gymnasium illustre, das heutige Eberhard-Ludwigs-Gymnasium (Ebelu), eine der ältesten Schulen Stuttgarts, dessen Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Da in den Jahren vor der Gründung des Karls-Gymnasiums aber so viele Schüler in Stuttgart Latein lernen wollten, reichte der Platz im Ebelu nicht aus. Es war schlicht und einfach zu eng im Gymnasium illustre geworden.

Die Schülerzahlen hatten sich innerhalb von einem knappen Jahrzehnt verdoppelt: Waren es 1871 noch 515 Schüler gewesen, so wurden im Jahr 1879 bereits 1050 Humanisten gezählt. Eine Teilung des Ebelu wurde deshalb unerlässlich. Im Mai 1881 übernahm das Karls-Gymnasium 18 der 39 Klassen des Gymnasium illustre, welches fortan nach seinem Gründer Eberhard Ludwig benannt wurde. Bis heute sind die beiden Schulen die einzigen humanistischen Gymnasien Stuttgarts. Das denkmalgeschützte Gebäude des Karls-Gymnasiums wurde in den Jahren 1883 bis 1885 vom Stadtbaurat Adolf Wolff erbaut. Die Fassade ist im Stil der italienischen Renaissance gegliedert, Detailformen sind der deutschen Renaissance entnommen. Trotz mehrerer Fliegerangriffe im Zweiten Weltkrieg steht das Gebäude noch immer.

Der erste Schulleiter des Karls-Gymnasiums, Max Planck, war von dem italienischen Renaissancebau begeistert: „Die leichten, anmutigen Formen des neuen Gebäudes, die harmonischen Gliederungen der Fassade erinnern an jene Zeit, wo von Italien her Sinn und Geschmack für das Antike sich über das nördliche Europa verbreitete“, sagte der Rektor in seiner Rede anlässlich der Einweihung des Gebäudes.

Hochbegabtenzug und europäisches Abitur
Bis zu seinem 100. Geburtstag war das Karls-Gymnasium ein altsprachliches Gymnasium geblieben. In den letzten 31 Jahren hat sich das Schulprofil jedoch bemerkenswert geändert: Die Schule ist seit dem Jahr 2006 ein humanistisches Gymnasium mit einem Regelzug sowie einem Hochbegabtenzug. Heute gilt es als Expertenschule für Hochbegabtenförderung. Noch immer lernen alle Schüler dort die Sprachen Latein und Altgriechisch. Doch dabei ist es nicht geblieben. Seit kurzem darf sich die Schule auch Europäisches Gymnasium nennen. „Die Schüler lernen zwei alte und zwei neue Sprachen“, erklärt der Schulleiter Dieter Elsässer die Voraussetzungen für diesen Titel. Bis zum Abitur müsse ein Schüler jeweils eine alte und eine neue Sprache lernen, damit er oder sie ein europäisches Abiturzeugnis verliehen bekomme, sagt Elsässer.

König Karl wäre mit Sicherheit stolz angesichts dessen, was aus seiner Schule geworden ist. Schließlich war sie lange die einzige in Stuttgart mit Hochbegabtenzug.

Nina Ayerle, Stuttgarter Zeitung vom 9. August 2012

Eine PDF Version des Artikels kann hier heruntergeladen werden

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https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Stuttgarter-Zeitung.jpg 1000 1000 KG https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png KG2012-08-09 08:00:402018-06-13 19:02:31Das Haus des Karl

Ist Schummeln menschlich?

25. Februar 2011

Etwas weglassen, etwas dazu erfinden, sich mit fremden Federn schmücken. Haben wir das nicht alle schon gemacht? Wie sieht man das an einem Ort, an dem schummeln streng verboten ist? Im Karls-Gymnasium Stuttgart sprechen wir mit Schülern, die tagtäglich hören: Abschreiben ist streng verboten! Doch was der Verteidigungsminister sich da geleistet habe, sei mehr als harmloses Schummeln, meint Hartmut Wasser.
Der Waiblinger Professor fühlt sich von zu Guttenberg hintergangen, denn aus seiner Arbeit wurde abgeschrieben. Was geht, was geht nicht mehr – im Alltag und in der Politik?

Ein Fernsehteam des SWR interviewte Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c zum Thema „Ist Schummeln menschlich?“.

Der Beitrag wurde am 24. Februar 2011 in der Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ ausgestrahlt.

https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/08/SWR-Fernsehen.jpg 1000 1000 KG https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png KG2011-02-25 08:00:002014-08-06 18:25:32Ist Schummeln menschlich?

Islam-Debatte – Wer oder was gehört zu uns?

15. Oktober 2010

Für den Bundespräsidenten ist die Sache ganz klar: „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ Mit dieser Aussage hat Christian Wulff in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit für hitzige Diskussionen gesorgt. Die immer noch andauern. Für viele eine Vorlage für eine grundlegende Integrationsdebatte. Im Mittelpunkt steht die Frage: Ist der Islam ein Teil Deutschlands, Teil der deutschen Kultur?
Wie islamfreundlich bzw. -feindlich die Deutschen sind, zeigt eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung: 37 Prozent der Befragten finden ein Deutschland ohne Islam besser. Und 35 Prozent der Befragten geben an, sich „große Sorgen“ zu machen, „dass sich der Islam in unserer Gesellschaft zu stark ausbreitet“.
Was denken Schüler in Baden-Württemberg über die aktuelle Islam-Debatte? Und wie sind die Erfahrungen an „Multi-Kulti“-Schulen?

Ein Fernsehteam des SWR interviewte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe zum Thema „Islam-Debatte – Wer oder was gehört zu?“

Der Beitrag wurde am 14. Oktober 2010 in der Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ ausgestrahlt.

https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/08/SWR-Fernsehen.jpg 1000 1000 KG https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png KG2010-10-15 08:00:042014-08-06 18:25:25Islam-Debatte – Wer oder was gehört zu uns?

Portrait: 125 Jahre Karls-Gymnasium

12. Oktober 2006

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Das Karls-Gymnasium in der Tübinger Straße ist mit rund 480 Schülern und 50 Lehrern eine überschaubare Innenstadtschule. Die renommierte Lehranstalt ist den

Idealen des Humanismus verpflichtet und geht zugleich mit der Verbindung von Natur- und Geisteswissen- schaften und in der Begabtenförderung neue Wege.

Stuttgarter Amtsblatt vom 12. Oktober 2006

Eine PDF Version des Artikels kann hier heruntergeladen werden

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https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/08/Stuttgarter-Amtsblatt.jpg 1000 1000 KG https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png KG2006-10-12 08:00:172018-06-13 19:02:33Portrait: 125 Jahre Karls-Gymnasium

Hochbegabte langweilen sich im Karls-Gymnasium nicht

11. Oktober 2006

Die humanistische Anstalt feiert 125-jähriges Bestehen – Eliteförderung und Regelklassen bestehen nebeneinander.

Jubiläum am Karls-Gymnasium: gefeiert werden 125 Jahre humanistische Bildung, aber auch das gedeihliche Miteinander von normalen und hochbegabten Gymnasiasten. Denn auch die Eliteförderung hat hier bereits Tradition. Die Schule kann sich vor Anmeldungen kaum retten.

Nicht ohne Stolz blickt man am Karls-Gymnasium auf die eigenen humanistischen Wurzeln und auf so prominente Schüler wie Eugen Bolz, Carlo Schmid oder Rolf Thieringer zurück. Stammt die Schule doch, wie auch das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, direkt vom „Gymnasium illustre“ ab. Das hatte schon damals so viel Zulauf von Kindern, die Latein und Griechisch lernen sollten, dass 1881 eine zweite humanistische Schule gegründet wurde: das Karls-Gymnasium. Den Namen erhielt es höchstselbst vom dritten württembergischen König Karl.

550 Schüler besuchten die Schule, die erst im alten Polytechnikum in der unteren Königstraße sowie im Mäntlerschen Haus gegenüber der Stiftskirche angesiedelt war, bevor kurz darauf das Gebäude an der Tübinger Straße 38 bezogen werden konnte. Die Schule blieb vom Bombenhagel verschont – und ist bis heute dort untergebracht.

Heute sind es übrigens kaum weniger Schüler, nämlich 498. Allerdings haben die wenigsten von ihnen einen Schulweg, den sie zu Fuß bewältigen können. Viele kommen aus Orten, die gerade noch mit der S-Bahn zu erreichen sind. Und das hat mehrere Gründe. Erstens wohnen gar nicht mehr so viele Familien in der Innenstadt, und die Konkurrenz der Innenstadtgymnasien ist groß. Zweitens bietet das Karls-Gymnasium ein Profil, das in seiner Art einzigartig ist.

Einerseits Latein und Griechisch, andererseits Mathematik und Naturwissenschaften: das sind von jeher die Schwerpunkte – und die ziehen auch heute noch. Doch inzwischen bietet das Gymnasium längst auch moderne Fremdsprachen an: Englisch in Klasse fünf zusätzlich und Französisch in Klasse 8 wahlweise statt Griechisch. Wem das noch nicht genügt, der kann in der neunten Klasse noch zusätzlich Spanisch lernen.

Ins „KG“ kommen auch viele Kinder, denen das normale Programm noch zu wenig Futter bietet. Seit 1991 bietet die Schule Spezialklassen für Hochbegabte an, die zunächst als Eliteklassen sehr kritisch beäugt wurden. Seit 2002 gibt es den so genannten G8-plus-Zug, der sich durch ein höheres Lerntempo und mehr Stoff auszeichnet, jedoch ohne zusätzliche Stunden auskommt. Das Besondere daran ist das Fach Mensch und Natur, das von einem Lehrerteam unterrichtet wird, bestehend aus einem Geistes- und einem Naturwissenschaftler. So lernen die Schüler nicht nur aus lateinischen Schriften etwas über die Römer und ihre Heizungen, sondern bauen sie auch gleich nach.

Dieses Modell ist so beliebt, dass es jetzt auch in den Hochbegabtenzug übernommen wurde, den die Schule seit diesem Schuljahr anbietet, als eines von vier landesweiten Pilotprojekten. Doch von 66 Bewerbern bestanden nur 40 den IQ-Test, 27 nahm das Gymnasium auf. Schulleiter Dieter Elsässer betont zwar: „Wir sind eine Schule für ganz normale Schüler.“ Denn es gebe ja in der Jahrgangsstufe fünf auch zwei Regelklassen. Doch die Altersspanne ist hier an vielen Klassen größer als an anderen Schulen. So ist der jüngste Fünftklässler gerade mal sieben Jahre alt, und mancher Abiturient absolviert die Reifeprüfung mit 15 Jahren. Ein Lehrer berichtet, dass rund ein Drittel seiner Schüler mindestens eine Klasse übersprungen habe.

Unter den Schülern selbst werden Vorbehalte gegen die Käpsele durch gemeinsame Schullandheime, Projekte und Brettspielnachmittage rasch abgebaut, berichtet der Schülersprecher Rainer Hawlik. Das gefällt auch den Eltern. Die Schule sei „kein abgehobenes Hochbegabtengymnasium“, betont die Elternbeiratsvorsitzende Christine Heinkele. Und noch etwas kommt gut an. Unterrichtsausfall, erklärt Elsässer, gebe es praktisch nicht.

Inge Jacobs, Stuttgarter Zeitung vom 11. Oktober 2006
https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Stuttgarter-Zeitung.jpg 1000 1000 KG https://www.karls-gymnasium.de/wp-content/uploads/2014/07/Die-Liegende-mit-Text.png KG2006-10-11 08:00:532014-08-07 18:39:19Hochbegabte langweilen sich im Karls-Gymnasium nicht
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